Dienstag, 12. August 2008
Hier entstehen Bücher: Bernd U. Krippl am Schreibtisch. (Foto: Uwe Schinkel)
Wuppertal. Was braucht ein Autor, um Erfolg auf dem Buchmarkt zu haben? Einen Verleger, der ihn auf allen Messen dieser Welt als vielversprechenden Newcomer anpreist? Ein skandalträchtiges Leben, mit dem sich die Klatschspalten in der Regenbogenpresse füllen? Oder einfach ein gutes Thema, mit dem sich Lesefreunde finden lassen? Bernd U. Krippl hat sich mit seinem aktuellen Buch, einem Roman aus der Welt der Genforschung, für Letzteres entschieden.
„Als Autor möchte ich keine Fragen beantworten, sondern den Leser zum Nachdenken animieren.“ Das gelingt in „Harter Fall“ auf unterhaltsam-spannende Weise perfekt. Eingebettet in eine sogenannte Science-Faction-Geschichte rund um Klone, Zellzyklen und Experimente thematisiert der Wuppertaler („Ich wurde zwar in Bad Neuenahr geboren, kam aber bereits dreijährig nach Wuppertal“) mit präzisem Blick für Details Themen wie Freundschaft, Kontrolle und Überwachung und hält manch dramaturgische Überraschung parat.
„Überwachung ist nicht erst seit der Bespitzelung bei der Telekom oder Lidl ein Thema“, konstatiert der promovierte und habilitierte Biologe. Wer überwacht beispielsweise wen in der Wissenschaft, wer guckt ab, plagiiert? Ja, lächelt er, sein Wissenschaftsroman trägt einige autobiografische Züge. „Zwischen Hauptfigur Georg und mir gibt es viele Übereinstimmungen in der Denkweise und Moralität.“
Auch die Schauplätze – die Handlung spielt in Marseille, Bochum, New York und dem Luisenviertel – kennt Bernd Krippl aus dem Effeff. Denn bevor der 58-Jährige sich seiner „zweiten Liebe“, der Literatur, verschrieb, war er 20 Jahre als überaus renommierter Wissenschaftler in der Krebsforschung tätig. Unter anderem arbeitete er mit drei Nobelpreisträgern zusammen, seine Forschungen fanden nicht in irgendeinem Kämmerchen, sondern lange an der Columbia Universität statt. Heute lebt der Autor wieder in Wuppertal.
Wer nun meint, Bernd Krippl entspräche dem Klischee eines verschrobenen Wissenschaftlers, irrt gründlich. Keine noch so authentische Laborszene im Buch hat etwas Dozierendes. „Das war ein echter Spagat: faktisch richtig und dabei gut verständlich zu bleiben.“
Sprache, vor allem Poesie, liebt Krippl. Und er weiß damit umzugehen. „Harter Fall“ ist sein bereits vierter Roman. Der Vorgänger „Kaiserwetter“ war ein waschechter Liebesroman („Ich bin Romantiker“), „Der Zahn des Tigers“ taucht noch weiter in die Biologie ein und zurzeit brütet Krippl, wie er es selber nennt, über einem neuen Skript. „Angedacht ist das Thema Umwelt im weiteren Sinne. Da muss ich erstmal gucken, was ich dazu zu sagen habe“, sagt er lachend.
Natürlich gab es auch Bedenken. „Ich hatte anfangs durchaus Zweifel an meiner schreiberischen Kompetenz.“ Das Leben als Schriftsteller beschreibt er als „superhart. Jenseits des Finanziellen will man sein Publikum doch begeistern. Und Publikum zu bekommen, ist ein steiniger Weg.“
Im Oktober startet Bernd Krippl eine Lesetour in Frankfurt und wird auch in Wuppertal zu hören sein. Krippl trägt gern aus seinen Büchern vor: „Das ist das Tolle an einer Lesung: die unmittelbare, direkte Resonanz.“

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Dienstag, 24. Juni 2008
Bernd Krippl

in unserer Reihe Die Wissenschafts-Romane
Biographie:
Der 1950 geborene Biologe Dr. Bernd Ulrich Krippl forschte nach seiner Promotion sieben Jahre in den USA und drei Jahre in Holland. Dort entdeckte er seine Leidenschaft für die Literatur – er begann als Schriftsteller und Übersetzer zu arbeiten, moderierte am Goethe-Institut in Rotterdam Vorträge und veranstaltete spektakuläre Lesungen.


Harter Fall
Roman um ein Psychodrama in der Gentechnik
144 Seiten, 24 Euro, 978-3-86638-201-5
Reihe Die Wissenschafts-Romane
Hardcover in Leinen
 
Ich fuhr hin und her, von der Ruhr-Uni zu Gesprächen mit verschiedenen Firmen, ich flog von einem Meeting in Cambridge zu einem anderen in Leipzig. Ich sprang von den Vorlesungen in die Experimente, vom Labor in die Geschäftssitzung, um dann zur Abnahme der Prüfungen doch zu spät zu kommen. Wie ein Pingpongball flippte ich immer schneller, wie ein Elektron, dessen Aufenthalt man nie bestimmen kann, weil es sich so rasend schnell bewegt und um sich selbst spinnt. Ich drehte ab in die Vergangenheitder jüdischen Familie Barners, ich dachte an Jerusalem, wie es war, wie es wird. Der Kopf war voll und trotzdem leer. Welche Probleme werden so ernst, dass ich für sie haften muss? Der Gedanke, die Krebsforschung aufzugeben, um neue Projekte zu beginnen, beschäftigte mich dauernd.
Bernd Krippls Ich-Erzähler forscht in der Gentechnik. Ein langjähriger Freund und erfolgreicher Finanzberater empfiehlt ihm den Schritt zur Gründung einer eigenen Gentechnik-Firma und verunsichert ihn in seinem wissenschaftlichen Ethos. An seine Lebensgefährtin bindet ihn eine mehr als wankelmütige Liebe. Der enge Bezug zu einem palästinensischen Freund, der an einer Seilbahn-Baustelle hoch über Jerusalem fast zu Tode gestürzt ist und ihn in den Palästina-Konflikt verstrickt, verwirrt sein Weltbild … Da ist es nicht eben beruhigend, daß dieser palästinensische Freund ihm eine attraktive, junge Biologin als Mitarbeiterin vermittelt, die immer dubiosere Verhaltensweisen an den Tag legt.
Ist sie als Spionin in sein Labor eingeschleußt? Sind gar terroristische Pläne und die Absicht auf Bio-Waffen-Beschaffung im Spiel? – Bernd Ulrich Krippl schildert die Projekt-Beschreibungen und Meßreihen und Theorie-Bildungen seines Genetikers in ebensolchem Maße klar, wie er andererseits seine Leser in das psychische Ungleichgewicht seines Helden hineinzieht – und ins Trudeln zu bringen versteht. Ein spannender Wissenschafts-Roman und das beunruhigende Psychogramm eines Forschers.

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Samstag, 17. Mai 2008
Vermarktung
was heute in Zusammenhang mit der Natur steht. Die Medizin, du und ich, Sex, Haut und Haar, das Getreide im Hochsommer, die Kinder, der Apfel, die Frische der Luft, Bäume und der kleine Bach, die großen Seen im Norden mit ihren 35000 Binneninseln, die Berge, die Almenwiese, Buchenwälder, Mischwälder und die Tropen, die Leichplätze der Fische im Atlantik, die Plätze für den Hummer und die Auster – alles vermarktet.

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Donnerstag, 15. Mai 2008
poetry
One should pave the way with poems that way we could at least advance
meaning
new pictures new drawings the state of the art constructions arches over water open views
till all comes down to music

with a few words

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Sonntag, 13. April 2008
ja welcher denn nur? Die Arbeit, das Reisen unser liebes Leben?

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Weil unser Hans-Joachim
C-4 Prof und Institutsleiter, sich verrechnete und das nicht zugeben wollte, hat er die Zukunft seiner Diplomanden und Doktoranden richtig schön versaut.

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Während mancher Forschungsperioden
bemerkt man unter Wissenschaftlern, dass einer das Ei des Kolumbus hat, dann wollen natürlich alle gleich eine Legebatterie für ihr Labor.

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last update: 2008.08.12, 10:18
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dockrippl (2008.08.12, 10:18)
Französisch
bei der Sprache fällt es mir auf dass...
dockrippl (2008.06.27, 15:51)
d 20 05
Deutschland zweitausendundfünf ist jetzt heute wieder gewesen so berichten...
dockrippl (2008.06.27, 15:26)

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